Mittwoch, 29 April 2015 06:44

Erkennen und Behandeln von Asthma bronchiale

Die gängigsten Anzeichen von Asthma bronchiale sind plötzlich auftretende Atemnot, häufiger Husten oder Beklemmungsgefühle in der Brust. "Eine Asthma-Diagnose wird oftmals zu spät gestellt, daher sollten Patienten mit diesen Anzeichen, unverzüglich ärztlichen Rat einholen.

Nur so können Langzeitschäden an der Lunge und Asthma-bedingte Entwicklungsverzögerungen vermieden werden", erläutert Dr. Walter Mildenberger, Facharzt für Innere Medizin und Hausarzt in Falkensee bei Berlin. Die Verengung der Bronchien löst beim Asthma die Atemnot aus.

 

Allergisches und nicht-allergisches Asthma

Das Asthma bronchiale kann allergische und nicht-allergische Auslöser haben. Wie auch bei anderen Allergien reagiert das menschliche Immunsystem auf einen eigentlich harmlosen Stoff mit einer überschießenden Abwehrreaktion. Die auslösenden Stoffe dieser Abwehrreaktion sind die Allergene. Es kann eine Vielzahl von Substanzen als Auslöser fungieren wie beispielsweise Pflanzenpollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze und Holzstaub. Sind die Pollen das Allergen spricht man in der Medizin auch vom saisonalen Asthma, weil die Asthma-Beschwerden dann nur in der Pollensaison auftreten. Der Kontakt mit der Allergen löst die Asthma-Reaktion aus.

 

Beim nicht-allergischen Asthma sind die chronische Entzündung und die Überempfindlichkeit der Atemwege nicht durch Allergene verursacht. Hier ist oftmals eine Virusinfektion der Atemwege der Auslöser. Diese Form des Asthmas, auch intrinsisches Asthma genannt, tritt häufig erst im Erwachsenenalter auf und dort vornehmlich im vierten Lebensjahrzehnt. Bei Kindern und Jugendlichen ist das allergische Asthma häufiger.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Am Anfang der Behandlung steht ein ausführliches Gespräch (Anamnese). Darin wird unter anderem zu Krankheiten in der Familie gefragt. Denn die Genetik spielt beim Asthma eine große Rolle. Zudem wird die Lunge abgehört und falls erforderlich eine Lungenfunktionsuntersuchung durchgeführt. Auch ein Allergietest kann sinnvoll sein, um beim allergischen Asthma die Allergene zu kennen und den Kontakt zu diesen künftig folglich vermeiden zu können. Bei der Lungenfunktionsuntersuchung wird neben dem Erkennen von Asthma eine "Bestandsaufnahme" der Lunge gemacht. Im Falle von Asthma liegen vor allem Behinderungen beim Ausatmen vor. Daher sind die Ausatemkapazität und die Menge, der in der Lunge verbliebenen Luft von großem Interesse. Zur Messung dieser Faktoren dienen die sogenannte Peak-Flow-Messung und die Spirometrie. Mit dem Gerät Peak-Flow-Meter wird die höchstmögliche Strömungsgeschwindigkeit der ausgeatmeten Atemluft gemessen. Das Spirometer ist ein Gerät, welches die die Menge der geatmeten Luft misst.

 

Heilbar ist Asthma bronchiale noch nicht. Aber mittels Medikamenten ist die Eindämmung der Krankheit so gut möglich, dass die Leistungsfähigkeit des Körpers nur wenig beeinträchtigt wird. Meistens werden diese Medikamente eingeatmet ("Spray" bzw. Trockenpulver-Inhalation), nur selten sind Tabletten nötig.

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